Drei ausgereifte Haushaltsrobotersysteme

Roomba560

Wir nutzen zuhause seit nunmehr fast vier Jahren Haushaltsroboter. Wenn man einige Dinge beachtet, sind diese mittlerweile sehr ausgereift und können eine echte Erleichterung darstellen. Nachfolgend findet Ihr unsere Erfahrungen.

Im Einsatz sind bei uns derzeit die folgenden Haushaltsroboter:

  • Neato XV-15 Saugroboter (baugleich mit dem Vorwerk Kobold)
  • iRobot Scooba 330 Wischroboter
  • Automower 220 AC Rasenmäherroboter

iRobot Roomba 560

Angefangen hatten wir mit einem Roboter, der nicht aufgeführt ist: einem iRobot Roomba 560. Dies war unser erster Staubsaugroboter und wir waren auch sehr zufrieden mit ihm. Das einzige, was uns an ihm nicht so gut gefallen hat war, dass er immer nur einen einzigen Raum saugen konnte und wir zur Begrenzung des Raums vor jeder Saugfahrt erst einmal die Lighthouses in unserem aus verteilen mussten. Wollte man mit ihm mehrere Räume hintereinander saugen, musste man die folgenden Schritte nacheinander wiederholen:

  • Gerät leeren
  • Lighthouses verteilen
  • Gerät im Raum aussetzen
  • Gerät fahren lassen

Ging zwar ganz gut, erforderte bei sechs Zimmer aber schon etwas Administrationsaufwand. Gesaugt hat der Roomba aber immer zu unserer Zufriedenheit. Der Roomba ist sozusagen noch ein Gerät der ersten Stunde, das einfach im Zufallsprinzip durch den zu saugenden Raum fährt und nicht etwa per Indoor-GPS den Raum systematisch abfährt. Insgesamt war dieses Prinzip bei uns aber keinesfalls schlechter. Unser Roomba verrichtet noch immer bei unseren Eltern problemlos seinen Dienst. Innerhalb von nunmehr vier Jahren haben wir einen neuen Akku gekauft und einmal die Bürsten gewechselt. Insgesamt würde ich einen Roomba jedem empfehlen, der nur einzelne Räume staubsaugen möchte. Mittlerweile gibt es verschiedene iRobot Roomba-Modelle ab knappen 300 EUR.

iRobot Scooba 330

Nachdem wir seinerzeit mit dem Roomba so zufrieden waren, haben wir uns schnell einen zweiten iRobot-Roboter angeschafft, einen iRobot Scooba 330. Der Scoobe funktioniert ähnlich wie der Roomba, nur ist er ein Wischroboter. Um ihn wischen zu lassen, muss man folgende Schritte ausführen:

  • Sauberes Wasser mit einem Schuss Allzweckreiniger einfüllen
  • Lighthouses verteilen
  • Scooba im Raum aussetzen
  • Scooba fahren lassen

Wie Ihr seht, sind das beinahe die gleichen Schritte wie beim Roomba. Damit verbunden ist also auch der gleiche Verwaltungsaufwand. Der Unterschied ist nur der: Wischen tun wir jeden Raum nur einmal pro Woche. Saugen mindestens drei Mal die Woche. Daher ist dieser Aufwand beim Wischen wesentlich weniger deutlich bemerkbar als beim Saugen. Was uns beim Scooba fasziniert: selbst wenn man ihn durch einen per Hand gewischten Raum fahren lässt, ist das Schmutzwasser im Anschluss richtig dreckig! Das liegt daran, dass der Scooba so gründlich reinigt, wie man es per Hand gar nicht kann. Er führt nämlich folgende drei Schritte automatisch aus:

  1. Boden feucht machen
  2. Dreck mit Bürsten lösen
  3. Schmutzwasser aufsaugen

Gerade der dritte Schritt führt dazu, dass die Reinigungsergebnisse mit dem Scooba deutlich besser sind als von Hand.

Unseren Scooba gibt es heute nicht mehr neu, dafür aber verschiedene neue Scooba-Modelle, die im Laufe der Zeit nur geringfügige Änderungen erhalten haben.

Neato XV-15

Kurz nach dessen Erscheinen haben wir den Neato Robotics XV-15-Staubsaugerroboter importiert. Damals war er in Deutschland noch nicht erhältlich. Heute ist er regulär z.B. bei Amazon erhältlich und wird beinahe baugleich auch von Vorwerk unter dem Namen Vorwerk Kobold VR100 vertrieben. Der Neato hat gegenüber dem Roomba folgende Vorteile:

  1. er navigiert im Haus mittels Indoor GPS – jede erreichbare Stelle im Raum wird abgefahren
  2. er wechselt Räume automatisch und selbständig

Der Neato saugt bei uns zu unserer vollsten Zufriedenheit seit Oktober 2011. Wir lassen ihn abwechselnd im Unter- und Obergeschoss unseres Hauses laufen. Alle Türen auf und wenn wir zurückkommen, ist ein Geschoss vollständig gesaugt. Im Untergeschoss steht seine Ladeschale. Da fährt er sogar zur Zwischenladung rein, wenn die Akkuleistung für eine Komplettfahrt nicht ausreicht.

Wir haben bei unserem Neato übrigens seit Dienstantritt nur einmal den Staubfilter ersetzt. Ansonsten läuft er noch komplett in Originalausstattung – und das wie am ersten Tag!

Wir denken trotzdem darüber nach, ein LG-Gerät, z.B. den bei stadt-bremerhaven.de getesteten LG Homebot 3.0 gegen unseren Neato antreten zu lassen. Der LG soll bei der etagenweisen Bearbeitung von Häusern noch besser geeignet sein.

Den Neato gibt es bei Amazon für knappe 400 EUR und ist unseres Erachtens noch immer eine klare Kaufempfehlung für alle diejenigen, die mehrere Räume vollautomatisch in Schuss halten wollen.

Automower 220 AC

Mein Liebling unter unseren Robotern ist aber der Automower 220 AC Rasenmäherroboter. Er ist mein Liebling, weil Rasenmähen aufgrund meiner Gras-Allergie für mich eine echte Pein ist! Daher werkelt der Automower bei uns seit Oktober 2011. Als wir ihn bekamen, mussten wir einmal einen Draht um unser Grundstück verlegen, damit der Automower die Konturen erkennt. Seitdem fährt er vollautomatisch an jedem Montag und Freitag für je vier Stunden. In dieser Zeit bearbeitet er unsere 300 qm Rasen zu unserer vollsten Zufriedenheit und das fast geräuschlos! Daher lassen wir ihn auch zwischen 6 und 11 Uhr am Morgen fahren. Danach gehört der Garten dann ganz den Kindern! Auf dem folgenden Video ist der tatsächliche Lautstärkepegel sehr gut eingefangen:

Wir wechseln bei dem Automower genau drei Mal pro Saison die Klingen und mussten in diesem Jahr den Akku wechseln. Ansonsten reinigen wir ihn vor der Einwinterung gut. Alles andere macht er vollautomatisch!

Den Automower kann man nur im Fachhandel kaufen. Bezugsquellen findet man auf der Webseite des Herstellers.

Fazit

Unsere Haushaltsroboter sparen uns sehr viel Zeit! Ich würde tippen, dass wir pro Woche folgende Zeit einsparen:

  • Staubsaugen: 5 Stunden
  • Wischen: 2 Stunden
  • Rasenmähen: 1 Stunde

Ihr seht also, dass man einen vollen Arbeitstag einsparen kann, wenn man drei verschiedene Haushaltsroboter einsetzt. Ich halte permanent die Augen auf nach weiteren Anwendungsgebieten für Haushaltsroboter. Im Fokus habe ich z. B. noch einen Fensterputzroboter. Mal sehen, was die Zukunft so bringt!

Setzt Ihr auch Haushaltsroboter ein?

Autor: Oliver Jung

Gebürtiger und Wahl-Ruhrgebietler und bekennender Geek. Ständig auf der Suche, sich das Leben zu erleichtern, nutzt er alltagshacks dazu, seine Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Oliver ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.

3 Kommentare

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  3. Beim Neato würde ich nicht gerade von Indoor-GPS sprechen. Dieser Begriff wird oft für den Braava von iRobot verwendet, welcher sich anhand eines externen Würfels und dessen Infrarot Signal an der Decke orientiert. Der Neato dagegen orientiert sich anhand seiner selbst erstellten Karte, ohne externe Geräte oder Sender.

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