Nike+ FuelBand SE: Erstes Fazit nach einer Woche Nutzung

Nike+ FuelBand SE - Erstes Fazit nach einer Woche Nutzung

Seit genau einer Woche nutze ich das Nike+ FuelBand SE (hier findet Ihr alles, was man zum Nike+ FuelBand SE wissen muss) und habe es seitdem nur zum Aufladen vom Handgelenk genommen. Hier ist mein Fazit zum Nike+ FuelBand SE nach einer Woche Nutzung.

iOS-App

Das Nike+ FuelBand SE kommt im Gegensatz zum FuelBand der ersten Generation mit einer wesentlichen Neuerung daher: Smart Bluetooth (4.0). Dies bedeutet im Fall des FuelBand SE, dass dies sich mit einer iOS-App verbinden und dauerhaf verbunden bleiben kann, ohne dass dies viel Strom verbrauchen würde.

Leider funktioniert dies in der Praxis deutlich schlechter als erwartet. Im Einzelnen:

Verbindungsprobleme

Ich habe immer wieder große Probleme, mein FuelBand SE überhaupt mit meinen iOS-Geräten (iPhone 5, iPhone 5s und iPad 4) zu verbinden. Manchmal klappt dies gut, manchmal dann ohne erkennbaren Grund wieder gar nicht. Zwar bekommt man von Nike auf Nachfrage eine Lösung genannt, wie man im Falle der Nichtsichtbarkeit des FuelBand SE dieses wieder mit dem iOS-Gerät verbinden kann: Probleme bei der Verbindung des FuelBand SE zu iOS – so kann man sie beheben. Leider erfordert diese Vorgehensweise aber (a) dass man das FuelBand mit einem PC oder Mac synchronisiert und (b) dass man das FuelBand SE komplett zurücksetzt. Bei mir war ein solches Zurücksetzen in der ersten Woche fünf Mal erforderlich, also fast jeden Tag. Jeder, der das FuelBand SE kaufen möchte in der Hoffnung, komplett mit einem iOS-Gerät zu synchronisieren, sollte sich von diesem Gedanken schnell verabschieden. Jedenfalls bei mir klappt dies leider nicht und wenn man sich die Kundenbewertungen im Apple App Store ansieht, bin ich kein Einzelfall.

Synchronisierungsprobleme

Ist das Nike+ FuelBand SE dann einmal mit dem iOS-Gerät verbunden, solle man meinen, dass dann die Synchronisierung klappt. Leider ist das aber auch nicht so. Mit folgenden Problemen hatte ich in der ersten Woche jeweils mehrfach zu kämpfen:

1. Obwohl eine Synchronisierung zwischen dem Nike+ FuelBand SE und meinem iOS-Gerät stattfand, hat eine Synchronisierung zwischen dem iOS-Gerät und der Nike+-Webseite nur sehr unzuverlässig funktioniert. Bei mir wurden einmal scheinbar drei Tage lang gar keine Daten zwischen Nike+ und meinem iOS-Gerät ausgetauscht, obwohl dies permanent im Internet hängt. Irgendwann hat es dann mal wieder beinahe in Realzeit geklappt, dann mal wieder gar nicht. Ich habe keine Ahnung, ob dies an der iOS-App liegt oder an Nike+. Fakt ist aber, dass der Sync im Moment alles andere als zuverlässig ist.

2. Mein iOS-Gerät synchronisiert die Sessions vom FuelBand ab und an mit, ab und an lässt es sie völlig aus. Sie werden dann in der iOS-App schlichtweg nicht angezeigt. Fuktioniert dann mal zufällig ein Sync mit Nike+ tauchen die Sessions dort auf, auf dem iOS-Gerät aber noch immer nicht.

3. Die iOS-App synchronisiert (oder berechnet?) manche Werte gar nicht. Ein Beispiel gefällig?

FuelBand SE iOS app - Sync-Probleme

Wie Ihr auf diesem Screenshot seht, werden zwar Nike Fuel angezeigt, nicht aber die sonstigen Werte (Kalorien, Schritte, Tagesziel und gewonnenen Stunden). Warum das so ist, konnte ich leider nicht herausfinden.

USB-Sync

Zur Synchronisierung per USB erst einmal etwas positives: außer an einem Tag in der letzten Woche hat dies immer funktioniert. An jenem Tag, an dem es nicht klappt, war scheinbar die Nike+-Seite nicht erreichbar, so dass auch eine Synchronisierung nicht funktionierte.

Auch per USB-Sync gab es aber bei mir mehrfach Probleme. Insbesondere wurden oftmals Sessions nicht übertragen oder im Anschluss an den Sync bei Nike+ gar nicht oder mit gänzlich falschen Werten angezeigt. Ich habe den Nike-Support per Twitter um Hilfe gebeten, bislang leider ohne Erfolg.

Auch wenn der Sync per USB funktioniert, heißt das noch nicht, dass die Daten dann auch in der iOS App verwügbar wären – jedenfalls bei mir nicht. Von meinen Sessions wird nach wie vor nur etwa die Hälfte in der App angezeigt, obwohl bei Nike+ – mit vorstehender Ausnahme – alles vorhanden ist.

Akkulaufzeit

Nike gibt für das FuelBand SE eine Akkulaufzeit von bis zu vier Tagen an. In meinen ersten Tests habe ich diese Zeiten nicht erreicht. Spätestens am zweiten Tag wollte mein FuelBand SE der Größe M/L aufgeladen werden (das FuelBand in der Größe S hat einen noch kleineren Akku, wie man der Bedienungsanleitung entnehmen kann). Dies kann natürlich daran liegen, dass ich den Akku erst wenige Male aufgeladen habe. Wenn es dabei bleibt, finde ich das etwas enttäuschend!

Schlafüberwachung

A propos Enttäuschung: bei der Ankündigung des FuelBand SE hat Nike damit geworben, dass dieses nun auch „den Schlaf messen“ würde. Die Wettbewerber des FuelBand SE, das Jawbone UP und das Withings Pulse, beides ebenfalls Fitnesstracker, bieten entsprechende Funktionen, mit denen man messen kann, wie ruhig oder unruhig der Schlaf ist. Eine solche Funktion haben viele – einschließlich mir – sich auch vom FuelBand SE erhofft.

Nike+ FuelBand SE Schlafüberwachung - Schlafphase - Schlafmodus

Das einzige, was das FuelBand SE diesbezüglich bietet, ist aber ein Tagging einer Session als „Schlafen“ (wie auf obigem Screenshot zu sehen). Hat man eine Session so getaggt, ist das einzige, was man dann sehen kann, wie lange man geschlafen hat. Ob man sich im Schlafen viel oder wenig bewegt hat, sieht man – anders als beim UP und Pulse – leider nicht. Auf verschiedene Nachfragen und Beschwerden (auch von mir), hat Nike nun reagiert und klar gestellt, dass das FuelBand SE keine echte Schlafüberwachung bietet.

Fazit

Im Grunde mag ich das FuelBand SE und ja, es motiviert mich auch, mich mehr zu bewegen. Im Moment ärgern mich aber auch die Kinderkrankheiten, unter denen das FuelBand SE leidet noch sehr. Ich hoffe sehr, dass Nike dies in den Griff bekommt und schnell Updates veröffentlicht. Ich werde mir, sobald verfügbar, auch das in den USA bereits verfügbare Fitbit Force ansehen. Vielleicht schafft dieses es ja, meine Erwartungen in das FuelBand SE zu erfüllen. Das FuelBand SE selber schafft dies – jedenfalls im Moment – noch nicht. Ob Nike eindrucksvoll nachbessern kann, wird unser Dauertest zeigen.

Autor: Oliver Jung

Gebürtiger und Wahl-Ruhrgebietler und bekennender Geek. Ständig auf der Suche, sich das Leben zu erleichtern, nutzt er alltagshacks dazu, seine Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Oliver ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.

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