Steuern sparen mit Kindergartenbeiträgen

Spielgeld

Jeden Monat, wenn Angestellte auf ihre Lohnabrechnung schauen, tut es weh, wenn sie sehen, wie viele Abgaben sie auf ihr hart verdientes Einkommen zahlen müssen. Es gibt hier einige (natürlich legale) Steuerspartricks, die – obwohl sie sehr einfach sind – niemand kennt. Einen dieser Tricks stellen wir Euch heute vor.

Dieser Tipp richtet sich an Arbeitnehmer mit Kindern im Kindergartenalter. Solche sollten einmal darüber nachdenken, ob sie nicht ihren Arbeitgeber bitten, einen Teil ihres Lohns direkt an den Kindergarten der Kinder abzuführen und damit die Kindergartenbeiträge für die Kinder zu bezahlen.

Steuer- und sozialversicherungsfreier Arbeitgeberzuschuss zum Kindergarten

Denn ein Arbeitgeberzuschuss zum Kindergartenbeitrag für Kinder eines Mitarbeiters ist ohne Höchstbetrag steuer- und sozialversicherungsfrei, solange das Kind außerhalb des eigenen Haushaltes betreut wird und noch nicht schulpflichtig ist (Paragraph 3 Nr. 33 Einkommenssteuergesetz). Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Kindergarten handeln, aber auch um eine Kinderkrippe oder eine Tagesmutter.

Das bedeutet, wenn jemand im Monat 300 EUR für den Kindergarten zahlen muss und lässt sich diesen vom Arbeitgeber bezahlen, werden ihm 300 EUR vom Bruttogehalt abgezogen. Zahlt er die Kindergartenbeiträge selbst, muss er sie komplett aus dem Nettogehalt bestreiten. Das kann je nach Steuersatz also bedeuten, dass man über 500 EUR brutto mehr verdienen muss, um 300 EUR netto dabei herauszubekommen.

Es lohnt sich also! Fragt Euren Arbeitgeber. Für diesen ist dieses Vorgehen nur mit minimalem Mehraufwand verbunden. Für seine Arbeitnehmer kann das aber jährliche Ersparnisse im Tausend-Euro-Bereich mit sich bringen.

Autor: Oliver Jung

Gebürtiger und Wahl-Ruhrgebietler und bekennender Geek. Ständig auf der Suche, sich das Leben zu erleichtern, nutzt er alltagshacks dazu, seine Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Oliver ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.

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