Warum ein Festplattenrekorder mehr ist als ein weiteres technisches Gerät

Fernseher

Im nachfolgenden Text erläutere ich, warum ein Festplattenrekorder meines Erachtens mehr ist als nur ein weiteres technisches Gerät.

Pro Stunde Ausstrahlungszeit dürfen die privaten Fernsehsender in Deutschland zwölf Minuten Werbung ausstrahlen (Quelle: Landesanstalt für Medien NRW). Als Fernsehzuschauer hat man während der Ausstrahlung der Werbung drei Möglichkeiten: 1) man guckt sich die Werbung an, 2) man macht während der Werbung etwas anderes oder 3) man schaltet während der Werbung auf einen anderen  Sender und schaut etwas anderes.

Alle dieser Möglichkeiten haben mehr oder weniger Nachteile. Gut sind sie alle jedenfalls nicht.

1. Angucken der Werbung

Guckt man sich die Werbung an, hat das einen ganz gravierenden Nachteil: man wendet Zeit (bei einem zweistündigen Film immerhin etwa 25 Minuten) für eine Tätigkeit auf, aus der man im Normalfall keinen Vorteil zieht und die man so isoliert auch niemals ausführen würde. Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Ich kann 25 zusätzlich verfügbare Minuten an einem Tag aber immer gut gebrauchen, so dass ich diese auf gar keinen Fall in das Sehen von Fernsehwerbung investieren möchte.

2. Etwas anderes tun

Macht man während der Werbung etwas Anderes, ist dies m.E. auch in den seltensten Fällen optimal. Zum einen hat man ein sehr überschauliches Zeitfenster. Natürlich findet man im Normalfall Aufgaben, die sich in diesem Fenster erledigen lassen. Oftmals bleiben dann aber wieder einige Minuten übrig oder man wird gar mit der angefangenen Aufgabe nicht fertig. Da ich mich zudem strikt an die Zwei-Minuten-Regel halte, habe ich im Normalfall kaum mal eben kurze, zu erledigende Aufgaben in petto.

3. Umschalten

Auf einen anderen Sender umzuschalten, halte ich für die schlechteste der hier geschilderten Möglichkeiten. Nicht nur unterbricht man dadurch – wie im Übrigen auch durch die anderen Möglichkeiten – seine Aufmerksamkeit für die aktuelle Sendung. Man macht im Grunde hier das gleiche wie bereits oben bei der Werbung: man investiert schon wieder Zeit, die man eigentlich nicht so investieren wollte.

Die Lösung: ein Festplattenrekorder

Wenn man auf das Fernsehen nicht verzichten möchte, ist meines Erachtens die beste Lösung der Einsatz eines Festplattenrekorders. Wie haben uns den erste Rekorder gekauft, als er gerade auf den Markt kam. Mittlerweile haben wir auf ein aktuelles Gerät aufgerüstet und können uns Fernsehen ohne einen Festplattenrekorder gar nicht mehr vorstellen. Wir gehen beim Fernsehen nun wie folgt vor:

  1. Am Abend schauen wir uns das Programm des Folgetages an und jeder kann Wünsche äußern, was aufgenommen werden soll.
  2. Wenn wir am Abend fernsehen möchten, suchen wir uns die Sendung auf, die wir wirklich sehen wollen. Seit wir einen Festplattenrekorder haben, haben wir kein einziges Mal mehr Sendungen nur aus Verlegenheit gesehen, weil nichts besseres lief.
  3. Wenn Werbung kommt, spulen wir vor. Immer und ohne Ausnahme. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal bewusst einen Werbespot im Fernsehen gesehen habe.
  4. Wir waren außerdem seit Einsatz des Rekorders niemals mehr in der Situation, dass wir uns bei einer anderen Beschäftigung beeilen mussten, weil wir den Anfang einer Sendung nicht verpassen wollten.

Keine Regel ohne Ausnahme: wir nutzen die oben geschilderte Vorgehensweise natürlich nicht bei Sportübertragungen. Denn kein Tor ist so wenig aktuell wie das vor einer Minute gefallene (außer vielleicht das vor zwei Minuten gefallene). Bei Sportübertragungen sind wir aber meistens mit Freunden zusammen, so dass man die Pausen dann ohnehin sehr sinnvoll mit Unterhaltungen nutzen kann.

(Bild von ellenm1.)

Autor: Oliver Jung

Gebürtiger und Wahl-Ruhrgebietler und bekennender Geek. Ständig auf der Suche, sich das Leben zu erleichtern, nutzt er alltagshacks dazu, seine Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Oliver ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.

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